Im Lexikon der Fachbegriffe sind die häufigsten Begriffe aus meinem Arbeitsgebiet aufgeführt. Sollten Sie einen Begriff nicht finden, wenden Sie sich einfach an mich! A Abstandshalter Abstandshalter sind in der Regel rechteckige Holprofile, meist aus Aluminium, zunehmend aber auch aus Polyamid oder Edelstahl. Deren Aufgabe ist es, beim Isolierglasbau das Molekularsieb aufzunehmen und die Glasscheiben auf Distanz zu halten. Anisotropien Die bei einem thermischen Prozess gewollten und entstehenden Spannungszonen führen zu Doppelbrechungen des Lichtes (Anisotropien). Diese werden bei Vorhandensein von polarisiertem Licht (Licht mit Wellenparallelität) als leichte Wolken oder Ringe in den Spektralfarben sichtbar. Da das natürliche Tageslicht abhängig vom Wetter und von der Tageszeit unterschiedliche Anteile von polarisiertem Licht aufweist, kann diese Erscheinung von farbigen Ringen oder ähnlichen Farbgebilden auch mit unterschiedlicher Intensität beobachtet werden. Diese Erscheinung ist physikalisch bedingt und tritt nur bei thermisch behandelten Gläsern (z.B. ESG) auf. Argon Zwischen den Scheiben einer Isolier-Verglasung befand sich früher getrocknete Luft, heute wird der Zwischenraum hauptsächlich mit Argon gefüllt. Dieses preiswerte Edelgas ist farb- und geruchslos und besitzt eine deutlich bessere Wärmedämmung als Luft. B b-Faktor (Shading coefficient) Der b-Faktor ist der mittlere Durchgangsfaktor der Sonnenenergie, bezogen auf den Gesamtenergiedurchlassgrad eines zweischeibigen Normal-Isolierglases. Er ist der wesentliche Faktor zur Berechnung der Kühllast eines Gebäudes. C Chemische Beständigkeit Allgemein kann man festhalten, dass Glas chemisch stabil und beständig gegen Säuren sowie begrenzt gegen Laugen ist. Eine Ausnahme bildet hier die Flußsäure. D dB dB ist die Abkürzung für Dezibel (die Einheit der relativen Lautstärke) aufgetragen auf einer logarithmischen Skala. Gewichtete Dezibel (dB(A)) sind "gewichtet" gegen die Schallempfindlichkeit des menschlichen Ohres. Direkte Transmission Die direkte Transmission ist der Anteil der Sonnenstrahlung, der durch das Glas nach innen gelangt. E Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)   Bei einem ESG-Bruch entstehen stumpfkantige Glaskrümel, welche die Verletzungsgefahr erheblich reduzieren. Herstellung: ESG wird nach dem Zuschneiden und der eventuell erforderlichen Bearbeitung (Kantenbearbeitung, Glasausschnitte, Bohrungen usw.), gleichmäßig auf ca. 600 Grad erhitzt und anschließend mit Kaltluft abgeblasen. Beim Abkühlen bleibt die Kernzone im Glasquerschnitt warm, während die Oberfläche schnell erkaltet. Dadurch entsteht im äußeren Bereich eine Druckspannung, während sich im Inneren eine hohe Zugspannung einstellt. Die Änderungen der physikalischen Eigenschaften beruhen auf den Spannungsunterschieden. Vorteile: erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit, Schlag- und Stoßfestigkeit sowie Biegebruchfestigkeit. Emisivität Emisivität ist eine Eigenschaft der Oberfläche eines Materials. Sie bezeichnet die relative Fähigkeit einer Oberfläche, Energie zu absorbieren und in Form von Strahlung wieder abzugeben. Entspiegeltes Glas Entspiegeltes Glas ist oberflächenbehandeltes Glas, das Lichtreflexionen minimiert und dadurch praktisch reflexionsfrei wirkt. Energieabsorption Die Energieabsorption ist der Anteil der Sonnenstrahlung, der vom Glas absorbiert und nach außen und innen abgegeben wird. F Floatglas Floatglas ist Flachglas, welches im "Floatverfahren" hergestellt ist. Die geschmolzene, flüssige Glasmasse schwimmt bei sehr hohen Temperaturen auf einem Zinnbad. An der "oberen" Seite befinden sich die "Brenner", aus diesem Grund gibt es bei jeder Floatglasscheibe eine "Badseite" und eine "Feuerseite". Fotovoltaik (Photovoltaik) Fotovoltaik bezeichnet die Technik, mit der man die Sonnenstrahlung in Elektrizität umwandelt. G g-Wert g-Wert ist die Abkürzung für den "Gesamtenergiedurchlassgrad". Dieser Wert bezeichnet die Summe des direkt durchgelassenen Strahlungsflusses und der sekundären Wärmeabgabe der Verglasung nach innen. Gussglas Gussglas ist ein gegossenes Flachglas, was sich dadurch auszeichnet, dass es farbig sein kann, eine Drahteinlage haben kann und/oder eine ein- oder beidseitige ornamentierte Oberfläche besitzen kann. Somit kann eine hohe Lichtdurchlässigkeit sowie eine entfernungsabhängige Durchsichtminderung gewährleistet werden. H Heat-Soak-Test Heat-Soak-Test bedeutet übersetzt "Heißlagerungsprüfung". Mit diesem Prüfverfahren für wärmebehandeltes, vorgespanntes Einscheibensicherheitsglas (ESG) wird das Risiko von Spontanbrüchen gesenkt. I Isolierglas Verglasung aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die durch Abstandshalter auf Distanz gehalten werden und mit Klebe-Dichtstoff miteinander verbunden sind. Interferenzerscheinungen Interferenzerscheinungen sind die Überlagerungserscheinungen zweier oder mehrerer Lichtwellen, wenn sie auf einen Punkt zusammentreffen. Beim Isolierglas aus Floatglas äußert sich das durch die Spektralfarben. J Jenaer Glas 1893 entwickelt Otto Schott, Mitbegründer des Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Borsilicatgläser mit hoher Temperaturwechselbeständigkeit für Glasglühlichtbeleuchtung und Laboratorien, die später auch im Haushalt als "feuerfestes" Glas zum Begriff wurden. K K-Wert K-Wert ist die alte Bezeichnung für den U-Wert, dem Wärmedurchgangskoeffizient. (siehe auch: U- Wert). Krypton Krypton ist ein Füllgas für Isolierverglasungen, allerdings wird meistens das preiswerte Argon verwendet. Krypton hat bessere physikalische Eigenschaften als Argon, der Energieaufwand bei der Herstellung und somit die Herstellungskosten sind aber deutlich größer. L Lichtreflexion / Lichtreflexionsgrad Der Lichtreflexionsgrad ist der prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes, der nach außen reflektiert wird. Lichtabsorption / Lichtabsorptionsgrad Der Lichtabsorptionsgrad ist der Anteil der Sonnenstrahlung im sichtbaren Bereich, der von der Verglasung absorbiert wird. Lichtdurchlässigkeit Die Lichtdurchlässigkeit gibt die Menge der Lichtstrahlen in Prozent an, welche im Strahlungsbereich von 380 bis 780 nm (sichtbare Strahlung) das Glas durchdringen. In dieser Zahl ist die Reflexion mitberücksichtigt. Lotus-Effekt Beim Lotus-Effekt wird Glas mit einer rauhen Oberfläche versehen. Durch diese Oberfläche kann Schmutz nicht so gut auf der Glasoberfläche haften bleiben. Regenwasser sorgt dann für die Reinigung des Glases. Low-E Glas Um Energieverluste über Fenster und Fassaden zu minimieren, werden heute standardmäßig Low-E- Gläser (Low Emissivity – niedrige Wärmeabstrahlung) eingesetzt. Die Low-E-Beschichtung ist eine nahezu unsichtbare auf Glas aufgebrachte, dünne Metall- oder Metalloxidschicht, um die Emissivität zu senken. Die Metallbeschichtung dämpft als Nebeneffekt auch Funkwellen. M Molekularsieb Molekularsieb ist die Bezeichnung für natürliche und synthetische Zeolithe, die ein starkes Absorptionsvermögen für Gase, Dämpfe und gelöste Stoffe mit bestimmten Molekülgrößen hat. Durch eine geeignete Wahl des Molekularsiebes ist es möglich, Moleküle verschiedener Größen zu trennen. Dieses Mittel hält die Isolierglasscheibe zwischen den Scheiben "trocken" und damit beschlagfrei. N Nickelsulfid-Einschlüsse Nickelsulfid-Einschlüsse sind kleine, fast kugelförmige Verunreinigungen im Glas. Sie können bei Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) unter bestimmten Umständen in der Anwendung zu Spontanbrüchen führen. Abhilfe: Heat-Soak-Test (siehe auch dort). O Ornamentglas Ornamentglas ist ein planes, durchscheinendes, klares oder in der Masse gefärbtes Flachglas, wobei es nur durch kontinuierliches Gießen und Walzen hergestellt werden kann (siehe auch: Gussglas). P PVB (Polyvinyl-Butrylat) PvB ist die Kunststoff-Zwischenschicht im Verbund-Sicherheitsglas. Pyrolytische Beschichtung Die pyrolytische Beschichtung ist eine metallische Beschichtung, die während des Produktionsprozesses auf die Glasoberfläche aufgetragen wird. Q Quarzglas Quarzglas besteht aus reinem Siliziumdioxid. Es enthält im Gegensatz zu anderen Gläsern keine Beimengungen von Soda oder Kalziumoxid. Quarzglas wird durch Schmelzung und Wiedererstarrung gewonnen. Es ist gegenüber Säuren sehr widerstandsfähig, nur Fluss- und Phosphorsäure können es angreifen. Seinen Nutzen findet Quarzglas als Kolben in Halogenlampen oder als Material für Lichtleitkabel. R Reflexion Reflexion ist die Bezeichnung für die Strahlenmenge, die beim Auftreffen auf Glas zurückgeworfen wird. S Sicherheitsglas Sicherheitsglas ist eine Glaseinheit, die bei einem Glasbruch eine verminderte Verletzungsgefahr aufweist (siehe auch: ESG, VSG). SF6-Gas (Schwefelhexafluorid) SF6-Gas (Schwefelhexaflurid) wurde früher als Füllgas bei Schall-Schutz-Isoliergläsern eingesetzt, ist heute allerdings aus Umweltschutzgründen als Füllgas verboten. T Teilvorgespanntes Glas Teilvorgespanntes Glas ist ein Flachglas, das über eine festgelegte Temperatur erhitzt und dann kontrolliert schnell abgekühlt wird. Dadurch wird eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und thermische Beanspruchung ermöglicht. Das Bruchverhalten ähnelt dem von normal gekühltem Glas (radiale Bruchrisse), die Bruchstücke sind im Vergleich zu ESG jedoch größer. ößer. U U-Wert Der U-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizient an. Dies ist ein Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil. Es gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m² eines Bauteiles bei einem Temperaturunterschied von 1 K zwischen Innen- und Außenseite hindurchgeht (Einheit: W/m²K) (siehe auch: Wärmedurchgangskoeffizienten). UV-Transmissionsgrad Der UV-Transmissionsgrad ist der Anteil der kurzwelligen Sonnenenergie (von 280 -380 nm), die durch eine Verglasung durchgelassen wird. V Verbund-Sicherheitsglas (VSG) Beim Bruch eines Verbundsicherheitsglases bleiben die Splitter an einer zähelastischen Zwischenschicht hängen. Es entstehen keine losen, scharfkantigen Glassplitter. Verbund- Sicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr Floatglasscheiben, die durch zähelastische, hochreißfeste Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB) fest zu einer Einheit verbunden sind. Die Sicherheitswirkung von VSG beruht auf der hohen Reißfestigkeit der PVB-Zwischenschicht und ihrer großen Haftung zum Glas. Herstellung: entsprechend der gewünschten Funktion und der sich daraus ergebenden Kombination werden zwischen die einzelnen Glasscheiben eine oder mehrere PVB-Zwischenschichten gelegt und in einem Walzverfahren mit dem Glas verbunden. Danach kommt die gepresste Kombination in einen Autoklaven, in dem Glas- und Zwischenschicht unter Hitze und Druck fest miteinander zu einer Einheit von hoher Festigkeit und klarer, verzerrungsfreier Durchsicht verbunden werden. Vorteile: Bei mechanischer Überbelastung durch Stoß oder Schlag bricht das Glas zwar an, aber die Bruchstücke haften an der unverletzten PVB-Schicht. Hierdurch wird die Verletzungsgefahr vermindert, und die verglaste Öffnung bleibt verschlossen. W Wärmedurchgangskoeffizienten / Wärmedurchgangszahl Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt die Wärmemenge an, die unter Gleichgewichtsbedingungen durch das Bauteil hindurch geht. Dieser Koeffizient ist bezogen auf die Einheit, der Zeit und der Oberfläche je Grad Temperaturdifferenz zwischen innen und außen. X Xenon Xenon ist ein Füllgas für Isolierverglasungen, allerdings wird meistens das preiswerte Argon verwendet. Xenon hat bessere physikalische Eigenschaften als Argon, der Energieaufwand bei der Herstellung und somit die Herstellungskosten sind aber deutlich größer. Y Z
Ulrich Smetana Copyright © 2016. All Rights Reserved.
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Im Lexikon der Fachbegriffe sind die häufigsten Begriffe aus meinem Arbeitsgebiet aufgeführt. Sollten Sie einen Begriff nicht finden, wenden Sie sich einfach an mich! A Abstandshalter Abstandshalter sind in der Regel rechteckige Holprofile, meist aus Aluminium, zunehmend aber auch aus Polyamid oder Edelstahl. Deren Aufgabe ist es, beim Isolierglasbau das Molekularsieb aufzunehmen und die Glasscheiben auf Distanz zu halten. Anisotropien Die bei einem thermischen Prozess gewollten und entstehenden Spannungszonen führen zu Doppelbrechungen des Lichtes (Anisotropien). Diese werden bei Vorhandensein von polarisiertem Licht (Licht mit Wellenparallelität) als leichte Wolken oder Ringe in den Spektralfarben sichtbar. Da das natürliche Tageslicht abhängig vom Wetter und von der Tageszeit unterschiedliche Anteile von polarisiertem Licht aufweist, kann diese Erscheinung von farbigen Ringen oder ähnlichen Farbgebilden auch mit unterschiedlicher Intensität beobachtet werden. Diese Erscheinung ist physikalisch bedingt und tritt nur bei thermisch behandelten Gläsern (z.B. ESG) auf. Argon Zwischen den Scheiben einer Isolier-Verglasung befand sich früher getrocknete Luft, heute wird der Zwischenraum hauptsächlich mit Argon gefüllt. Dieses preiswerte Edelgas ist farb- und geruchslos und besitzt eine deutlich bessere Wärmedämmung als Luft. B b-Faktor (Shading coefficient) Der b-Faktor ist der mittlere Durchgangsfaktor der Sonnenenergie, bezogen auf den Gesamtenergiedurchlassgrad eines zweischeibigen Normal- Isolierglases. Er ist der wesentliche Faktor zur Berechnung der Kühllast eines Gebäudes. C Chemische Beständigkeit Allgemein kann man festhalten, dass Glas chemisch stabil und beständig gegen Säuren sowie begrenzt gegen Laugen ist. Eine Ausnahme bildet hier die Flußsäure. D dB dB ist die Abkürzung für Dezibel (die Einheit der relativen Lautstärke) aufgetragen auf einer logarithmischen Skala. Gewichtete Dezibel (dB(A)) sind "gewichtet" gegen die Schallempfindlichkeit des menschlichen Ohres. Direkte Transmission Die direkte Transmission ist der Anteil der Sonnenstrahlung, der durch das Glas nach innen gelangt. E Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)   Bei einem ESG-Bruch entstehen stumpfkantige Glaskrümel, welche die Verletzungsgefahr erheblich reduzieren. Herstellung: ESG wird nach dem Zuschneiden und der eventuell erforderlichen Bearbeitung (Kantenbearbeitung, Glasausschnitte, Bohrungen usw.), gleichmäßig auf ca. 600 Grad erhitzt und anschließend mit Kaltluft abgeblasen. Beim Abkühlen bleibt die Kernzone im Glasquerschnitt warm, während die Oberfläche schnell erkaltet. Dadurch entsteht im äußeren Bereich eine Druckspannung, während sich im Inneren eine hohe Zugspannung einstellt. Die Änderungen der physikalischen Eigenschaften beruhen auf den Spannungsunterschieden. Vorteile: erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit, Schlag- und Stoßfestigkeit sowie Biegebruchfestigkeit. Emisivität Emisivität ist eine Eigenschaft der Oberfläche eines Materials. Sie bezeichnet die relative Fähigkeit einer Oberfläche, Energie zu absorbieren und in Form von Strahlung wieder abzugeben. Entspiegeltes Glas Entspiegeltes Glas ist oberflächenbehandeltes Glas, das Lichtreflexionen minimiert und dadurch praktisch reflexionsfrei wirkt. Energieabsorption Die Energieabsorption ist der Anteil der Sonnenstrahlung, der vom Glas absorbiert und nach außen und innen abgegeben wird. F Floatglas Floatglas ist Flachglas, welches im "Floatverfahren" hergestellt ist. Die geschmolzene, flüssige Glasmasse schwimmt bei sehr hohen Temperaturen auf einem Zinnbad. An der "oberen" Seite befinden sich die "Brenner", aus diesem Grund gibt es bei jeder Floatglasscheibe eine "Badseite" und eine "Feuerseite". Fotovoltaik (Photovoltaik) Fotovoltaik bezeichnet die Technik, mit der man die Sonnenstrahlung in Elektrizität umwandelt. G g-Wert g-Wert ist die Abkürzung für den "Gesamtenergiedurchlassgrad". Dieser Wert bezeichnet die Summe des direkt durchgelassenen Strahlungsflusses und der sekundären Wärmeabgabe der Verglasung nach innen. Gussglas Gussglas ist ein gegossenes Flachglas, was sich dadurch auszeichnet, dass es farbig sein kann, eine Drahteinlage haben kann und/oder eine ein- oder beidseitige ornamentierte Oberfläche besitzen kann. Somit kann eine hohe Lichtdurchlässigkeit sowie eine entfernungsabhängige Durchsichtminderung gewährleistet werden. H Heat-Soak-Test Heat-Soak-Test bedeutet übersetzt "Heißlagerungsprüfung". Mit diesem Prüfverfahren für wärmebehandeltes, vorgespanntes Einscheibensicherheitsglas (ESG) wird das Risiko von Spontanbrüchen gesenkt. I Isolierglas Verglasung aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die durch Abstandshalter auf Distanz gehalten werden und mit Klebe- Dichtstoff miteinander verbunden sind. Interferenzerscheinungen Interferenzerscheinungen sind die Überlagerungserscheinungen zweier oder mehrerer Lichtwellen, wenn sie auf einen Punkt zusammentreffen. Beim Isolierglas aus Floatglas äußert sich das durch die Spektralfarben. J Jenaer Glas 1893 entwickelt Otto Schott, Mitbegründer des Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Borsilicatgläser mit hoher Temperaturwechselbeständigkeit für Glasglühlichtbeleuchtung und Laboratorien, die später auch im Haushalt als "feuerfestes" Glas zum Begriff wurden. K K-Wert K-Wert ist die alte Bezeichnung für den U-Wert, dem Wärmedurchgangskoeffizient. (siehe auch: U-Wert). Krypton Krypton ist ein Füllgas für Isolierverglasungen, allerdings wird meistens das preiswerte Argon verwendet. Krypton hat bessere physikalische Eigenschaften als Argon, der Energieaufwand bei der Herstellung und somit die Herstellungskosten sind aber deutlich größer. L Lichtreflexion / Lichtreflexionsgrad Der Lichtreflexionsgrad ist der prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes, der nach außen reflektiert wird. Lichtabsorption / Lichtabsorptionsgrad Der Lichtabsorptionsgrad ist der Anteil der Sonnenstrahlung im sichtbaren Bereich, der von der Verglasung absorbiert wird. Lichtdurchlässigkeit Die Lichtdurchlässigkeit gibt die Menge der Lichtstrahlen in Prozent an, welche im Strahlungsbereich von 380 bis 780 nm (sichtbare Strahlung) das Glas durchdringen. In dieser Zahl ist die Reflexion mitberücksichtigt. Lotus-Effekt Beim Lotus-Effekt wird Glas mit einer rauhen Oberfläche versehen. Durch diese Oberfläche kann Schmutz nicht so gut auf der Glasoberfläche haften bleiben. Regenwasser sorgt dann für die Reinigung des Glases. Low-E Glas Um Energieverluste über Fenster und Fassaden zu minimieren, werden heute standardmäßig Low-E-Gläser (Low Emissivity – niedrige Wärmeabstrahlung) eingesetzt. Die Low-E- Beschichtung ist eine nahezu unsichtbare auf Glas aufgebrachte, dünne Metall- oder Metalloxidschicht, um die Emissivität zu senken. Die Metallbeschichtung dämpft als Nebeneffekt auch Funkwellen. M Molekularsieb Molekularsieb ist die Bezeichnung für natürliche und synthetische Zeolithe, die ein starkes Absorptionsvermögen für Gase, Dämpfe und gelöste Stoffe mit bestimmten Molekülgrößen hat. Durch eine geeignete Wahl des Molekularsiebes ist es möglich, Moleküle verschiedener Größen zu trennen. Dieses Mittel hält die Isolierglasscheibe zwischen den Scheiben "trocken" und damit beschlagfrei. N Nickelsulfid-Einschlüsse Nickelsulfid-Einschlüsse sind kleine, fast kugelförmige Verunreinigungen im Glas. Sie können bei Einscheiben- Sicherheitsglas (ESG) unter bestimmten Umständen in der Anwendung zu Spontanbrüchen führen. Abhilfe: Heat-Soak-Test (siehe auch dort). O Ornamentglas Ornamentglas ist ein planes, durchscheinendes, klares oder in der Masse gefärbtes Flachglas, wobei es nur durch kontinuierliches Gießen und Walzen hergestellt werden kann (siehe auch: Gussglas). P PVB (Polyvinyl-Butrylat) PvB ist die Kunststoff-Zwischenschicht im Verbund- Sicherheitsglas. Pyrolytische Beschichtung Die pyrolytische Beschichtung ist eine metallische Beschichtung, die während des Produktionsprozesses auf die Glasoberfläche aufgetragen wird. Q Quarzglas Quarzglas besteht aus reinem Siliziumdioxid. Es enthält im Gegensatz zu anderen Gläsern keine Beimengungen von Soda oder Kalziumoxid. Quarzglas wird durch Schmelzung und Wiedererstarrung gewonnen. Es ist gegenüber Säuren sehr widerstandsfähig, nur Fluss- und Phosphorsäure können es angreifen. Seinen Nutzen findet Quarzglas als Kolben in Halogenlampen oder als Material für Lichtleitkabel. R Reflexion Reflexion ist die Bezeichnung für die Strahlenmenge, die beim Auftreffen auf Glas zurückgeworfen wird. S Sicherheitsglas Sicherheitsglas ist eine Glaseinheit, die bei einem Glasbruch eine verminderte Verletzungsgefahr aufweist (siehe auch: ESG, VSG). SF6-Gas (Schwefelhexafluorid) SF6-Gas (Schwefelhexaflurid) wurde früher als Füllgas bei Schall-Schutz-Isoliergläsern eingesetzt, ist heute allerdings aus Umweltschutzgründen als Füllgas verboten. T Teilvorgespanntes Glas Teilvorgespanntes Glas ist ein Flachglas, das über eine festgelegte Temperatur erhitzt und dann kontrolliert schnell abgekühlt wird. Dadurch wird eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und thermische Beanspruchung ermöglicht. Das Bruchverhalten ähnelt dem von normal gekühltem Glas (radiale Bruchrisse), die Bruchstücke sind im Vergleich zu ESG jedoch größer. ößer. U U-Wert Der U-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizient an. Dies ist ein Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil. Es gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m² eines Bauteiles bei einem Temperaturunterschied von 1 K zwischen Innen- und Außenseite hindurchgeht (Einheit: W/m²K) (siehe auch: Wärmedurchgangskoeffizienten). UV-Transmissionsgrad Der UV-Transmissionsgrad ist der Anteil der kurzwelligen Sonnenenergie (von 280 -380 nm), die durch eine Verglasung durchgelassen wird. V Verbund-Sicherheitsglas (VSG) Beim Bruch eines Verbundsicherheitsglases bleiben die Splitter an einer zähelastischen Zwischenschicht hängen. Es entstehen keine losen, scharfkantigen Glassplitter. Verbund- Sicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr Floatglasscheiben, die durch zähelastische, hochreißfeste Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB) fest zu einer Einheit verbunden sind. Die Sicherheitswirkung von VSG beruht auf der hohen Reißfestigkeit der PVB-Zwischenschicht und ihrer großen Haftung zum Glas. Herstellung: entsprechend der gewünschten Funktion und der sich daraus ergebenden Kombination werden zwischen die einzelnen Glasscheiben eine oder mehrere PVB- Zwischenschichten gelegt und in einem Walzverfahren mit dem Glas verbunden. Danach kommt die gepresste Kombination in einen Autoklaven, in dem Glas- und Zwischenschicht unter Hitze und Druck fest miteinander zu einer Einheit von hoher Festigkeit und klarer, verzerrungsfreier Durchsicht verbunden werden. Vorteile: Bei mechanischer Überbelastung durch Stoß oder Schlag bricht das Glas zwar an, aber die Bruchstücke haften an der unverletzten PVB-Schicht. Hierdurch wird die Verletzungsgefahr vermindert, und die verglaste Öffnung bleibt verschlossen. W Wärmedurchgangskoeffizienten / Wärmedurchgangszahl Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt die Wärmemenge an, die unter Gleichgewichtsbedingungen durch das Bauteil hindurch geht. Dieser Koeffizient ist bezogen auf die Einheit, der Zeit und der Oberfläche je Grad Temperaturdifferenz zwischen innen und außen. X Xenon Xenon ist ein Füllgas für Isolierverglasungen, allerdings wird meistens das preiswerte Argon verwendet. Xenon hat bessere physikalische Eigenschaften als Argon, der Energieaufwand bei der Herstellung und somit die Herstellungskosten sind aber deutlich größer. Y Z
Ulrich Smetana Copyright © 2016. All Rights Reserved.